Da spielen die Hormone verrückt!

Die Fakten des Problems.

Etwa jedes dritte Kosmetikprodukt in Deutschland ist hormonell belastet. Unter den verschiedenen hormonell wirksamen Chemikalien befinden sich vor allem Parabene, die als Konservierungsstoffe dienen oder Ethylhexyl Methoxycinnamate, die als UV-Filter eingesetzt werden.

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Die in einem einzelnen Produkt enthaltene Menge von hormonell wirksamen Stoffen macht zwar nach Experten allein noch nicht krank, doch kann durch den Gebrauch vieler verschiedener Produkte mit bedenklichem Inhalt ein gefährlicher „Hormon-Cocktail“ entstehen. Hormonell wirksame Chemikalien sind Stoffe, die im Körper wie natürliche Hormone wirken. Schon bei Tierversuchen hat sich gezeigt, dass diese Stoffe Verhaltensauffälligkeiten, Unfruchtbarkeit und Krebs begünstigen. Zudem bringt man sie mit Gesundheitsproblemen in Verbindung, die in den vergangenen Jahrzehnten weltweit verstärkt auftreten. Dazu gehören der Rückgang der Spermienqualität, bestimmte hormonbedingte Krebsarten wie Brust-, Prostata- und Hodenkrebs sowie eine verfrühte Pubertät bei Mädchen. Die gefährlichen Stoffe befinden sich zwar auf der Prioritätenliste der EU für Endokrine Disruptoren, sind aber bisweilen noch weitgehend unerforscht und daher bisher nur in Produkten für Kleinkinder verboten.

Die Lösung des Problems.

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Sofern Du also Lust hast dir in Zukunft die Option offen zu halten, mal Kinder zu zeugen/gebären, dann hast Du als mündiger Konsument die Wahl Produkte ohne homonell wirksame Stoffe zu verwenden. Der BUND – Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland stellt dafür eine kostenlose App, names „ToxFox-App“ zur Verfügung, mit der VerbraucherInnen den Barcode von Kosmetikprodukten scannen können und sofort erkennen, ob hormonell wirksame Stoffe enthalten sind. Bei belasteten Produkten kann man außerdem direkt eine Protestmail an die Hersteller senden.
Eine Weitere hilfreiche Einkaufsratgeber-App nennt sich „Codecheck“. Bevor das Produkt in dem Einkaufswagen landet, kann man einfach mit der Kamera den Barcode scannen und Codecheck liefert dir die wichtigsten Informationen. Dazu gehören Inhaltsstoffe, Informationen für Allergiker, Vorschläge für alternative Produkte mit besseren Inhaltsstoffen und vieles mehr.

 

Also, lass die Hormone nicht verrückt spielen. Es kann so einfach sein!

 

Übrigens zeigt sich schon ein Jahr nach der Einführung von ToxFox im Jahr 2013 ein kleiner Erfolg. Die Hersteller haben reagiert und die Rezeptur von zahlreichen Produkten modifiziert. Zudem enthalten von den neu erfassten Produkten nur noch 18 Prozent hormonell wirksame Stoffe.

 

Zum Weiterlesen, sehen, denken…

 

Weil jede Kosmetika zählt.