Alu in Ordnung?

Die Fakten des Problems.

Täglich wandern Unmengen an Aluminum in den Müll. Ob in Form von Alufolie, diecoum unser Pausenbrot einwickelt, Verpackung von Schokolade oder Deckel von Joghurtbechern, Tuben von Kosmetikartikeln, Einweggrills….

Die Liste ist lang da kommt täglich ganz schön was zusammen. Doch das ist leider nicht ganz problemlos:

Zur Herstellung von Aluminiumfolie benötigt man Bauxit, um an diesen Rohstoff zu gelangen müssen oft große Fläche Regenwald abgeholzt werden. Damit nicht genug, für die Produktion werden große Mengen an Energie verbraucht und viele gifte Stoffe entstehen (unter anderem Rotschlamm). goumVielleicht erinnert ihr euch an die Katastrophe vor einigen Jahren in Ungarn, dort ist ein Damm gebrochen und große Mengen giftigen Rotschlamms haben das ganze Dorf überschwemmt. Dieser Rotschlamm ist das Hauptabfallprodukt bei der Aluminiumherstellung, höchst giftig und ätzend.

Nicht nur die Herstellung birgt Probleme, neue Studien bringen übermäßiges Aluminium im Körper mit einem erhöhten Krebsrisiko zusammen (die Deosprays ohne Aluminiumsalze sind eine Reaktion auf diese Erkenntnisse), außerdem kann Alufolie, die ja zunächst einmal „nur“ das Lebensmittel einpackt, leicht durch chemische Reaktionen auch in das verpackte Essen übergehen.

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Die Lösung des Problems.

  • Essen in einer Brotbox statt in Alufolie einpacken
  • Joghurt/ Saft in Flaschen kaufen
  • Deo ohne Aluminumsalze verwenden
  • Beim Kauf von Schokolade drauf achten, ob sie in Alufolie eingewickelt ist
  • Auch einige Ofen-Fertiggerichte werden nicht mehr in Aluschalen sondern Papierschalen verkauft (z.B. Frosta)
  • Kaffeemaschinen, die Aluminiumkapseln benötigen meiden
  • Und wenn man doch mal Alufolie braucht, dann gibt es auch recycelte Alufolie zu kaufen

goum2Aluminium ist allerdings relativ gut recycelbar. Daher achtet darauf z.B. bei Joghurt den Deckel vollständig vom Becher zu entfernen und getrennt in den Müll zu werfen, damit die Müllsortierung und somit das Recyceln optimal funktioniert

 

Während ich mich mit dem Thema beschäftigt habe ist mir aufgefallen, dass es manchmal gar nicht so einfach ist Aluminium zu vermeiden. Schokolade, die nicht in Alufolie gewickelt ist, ist dann meistens in Plastik verpackt… Was ist nun besser?

Wenn ihr einfach ganz auf unnötiges Verpackungsmaterial verzichten wollt, dann schaut doch mal beim Unverpacktladen in Heidelberg vorbei (Annas Unverpacktes)

Zum Weiterlesen, entdecken, denken…

Weil jede Aluschale zählt.